Bei der Gastroskopie, also der Untersuchung der Speiseröhre, des Magen und des Zwölffingerdarms, werden nacheinander alle genannten Abschnitte mit dem Endoskop von innen betrachtet. Das Endoskop besteht aus einem ca. 9mm dicken in alle Richtungen steuerbaren Schlauch an dessen Spitze eine Kamera sitzt, dessen Bilder an einem Monitor angezeigt werden.
Von charakteristischen Stellen werden Photos bez. Videos zur Dokumentation gemacht und elektronisch gespeichert.

Gründe für eine diagnostische Magenspiegelung können sein:

- NEU aufgetretene Magenschmerzen oder Bauchschmerzen ("unklare Bauchschmerzen")
- Sodbrennen (Reflux, GERD, NERD)
- Schluckprobleme (Dysphagie)
- Nächtliches Aufwachen und Husten
- Plötzliche Dunkelfärbung des Stuhles
- Blutspucken (Hämatemesis)
- Auftreten von Durchfall und / oder Darmbeschwerden nach Verzehr bestimmter Lebensmittel (Diarrhoe, Nahrungsmittelunverträglichkeit)
- Gewebeentnahme zur histologischen Untersuchung (Histologie)
- Kontrolle nach operativen Eingriffen in diesem Bereich (onkologisches Follow-Up)
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Gründe für eine therapeutische Magenspiegelung können sein:

- Aufdehnen von Engstellen (Bougierung)
- Abtragung von Fremdgewebe, welches einengend wirkt. (Desobliteration)
- Abtragung größerer Flächen von Schleimhaut bei Vorstadien von Tumoren (Mukosektomie)
- Einsetzen einer Schienung um die Passage des Speisebreies zu ermöglichen (Stenting, Stentlegung)
- Blutstillung
- Einspritzen der Schließmuskel von Speiseröhre und/ oder Magen mit Botox um Passagehindernisse durch "Muskelkrämpfe" unterbinden.
- Legen einer Ernährungssonde (PEG-Sonde)
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Ablauf:
wir nehmen generell die Untersuchung in Sedierung vor, d. h. Sie verschlafen den Eingriff. Dazu legen Sie sich auf eine Untersuchungsliege, bekommen einen Zugang in eine Vene gelegt, damit wir die Medikamente, welche Sie schlafen lassen spritzen können. Ihre Atmung und Herz-Kreislauf mit Herzfrequenz und Blutdruck werden überwacht (monitorisiert).

Sobald sie schlafen, beginnen wir zu arbeiten. Dabei nehmen wir uns soviel Zeit wie notwendig ist um das bestmögliche Untersuchungsergebnis zu erreichen.

Im Anschluß an die Untersuchung können Sie sich noch ausschlafen und werden dabei von uns weiter überwacht und betreut. Wie schnell sie wieder von Ihrer Begleitung nach Hause gebracht werden können, ist individuell und durch die Art des Eingriffes inklusive der Eingriffsdauer sehr unterschiedlich und kann zwischen 1- 6 Stunden liegen.



Tip: Ziehen Sie zur Untersuchung nicht ihr bestes Gewand an, auch wenn alle Vorkehrungen unsererseits getroffen werden, so kann doch einmal ein Schleim- oder kleiner Blutstropfen auf das Gewand gelangen.