Nach Untersuchungen wird geschätzt, daß bis zu ca 1% der Bevölkerung an einer Form des übermäßigen Schwitzens leidet. Sollten Sie davon betroffen sein - Sie sind also nicht allein mit Ihrem Problem. Der Krankheitswert zeigt sich beispielhaft an folgenden Situationen, die Ihnen vielleicht bekannt vorkommen:

  • Kaum etwas unter Streß werden ihre Hände feucht, ja vielleicht "klitschnaß"?
  • Patientenzitat: "Meine Hände sind so naß, daß selbst meine Handys (GSM/Mobiltelefon) zum rosten anfangen."
  • Prüfungen und Verhandlungen sind immer von häßlichen Schweißflecken in der Achsel begleitet?
  • Sie setzen sich zum Essen und bald tropft es ihnen von Stirn und Nase?
  • Verwenden Sie mehr Zeit als andere für Körperhygiene und wechseln Sie Ihre Kleidung mehrmals täglich, da Sie Angst haben unangenehm zu riechen?
  • Beim Arbeiten werden Ihnen die Hände so schweissig, daß Ihnen das Arbeitsgerät in der Hand fast herausrutscht?

Formen der Erkrankung

Hyperhidrose - der Fachbegriff für übermäßiges Schwitzen - gibt es in verschiedenen Formen. Diese können einzeln oder kombiniert auftreten. Es wird zwischen der primären oder essentiellen und der sekundären Form im Rahmen anderer Erkrankungen unterschieden.
Auch wenn die Psyche eine Rolle spielen kann, sind Sie nicht "verrückt"! Sehr wohl können Sie aber derart darunter leiden, daß es Sie sich in Ihren menschlichen Kontakten einschränken, negative Auswirkungen im Berufsleben haben und quasi "fixiert auf die Erkrankung" sind. Ganz nach dem Gedanken "Jetzt bloß nicht zu schwitzen beginnen..."

Das übermäßige Schwitzen kann an den Händen, den Achseln, im Gesichts und Kopfbereich, am Körperstamm und an den Füßen auftreten.

Therapieformen

Vielfach haben Sie als Betroffene schon alle möglichen Deodorants, Salbeikapseln, Aluminiumsalze etc. schon ausprobiert. Wenn es bisher für Sie noch nicht funktioniert hat, so helfen wir Ihnen gerne weiter. Dazu gehen wir systematisch vor.

  • Erster Schritt: Gerne versuchen wir mit Ihnen die Ursache des übermäßigen Schwitzens herauszufinden. Dazu sind unter Umständen weitere Untersuchungen notwendig.

  • Zweiter Schritt: Danach besprechen wir die Therapiemöglichkeiten je nach Ausprägung und Ort. Dabei werden wir auch die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen wie z.B. Sympathektomie (Clipping, Durchtrennung), Botox-Injektionen oder Schweißdrüsenkurettage besprechen.

  • Dritter Schritt: Wir setzen die gemeinsam getroffene Entscheidung an einem Termin Ihrer Wahl in die Tat um.

  • Vierter Schritt: Wir lassen Sie nach der Therapie nicht allein. Es folgen zumindest eine kurzfristige, eine mittelfristige und eine langfristige Kontrolle.